Anlagenstandort

Aktualisiert : Donnerstag 13 September 2012
 

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Sofern eine Genehmigung erwirkt werden kann, wird das geologische Tiefenlager Cigéo im Osten Frankreichs im Grenzbereich der Departements Meuse und Haute-Marne eingerichtet, wo im Zuge der seit 1990 laufenden Studien ein Standort ermittelt wurde, dessen Gesteinsformation ein Tiefenlager begünstigt. Seit mehreren Jahren wird mit Akteuren vor Ort an der Ermittlung von Bereichen gearbeitet, an denen die unterirdischen und die oberirdischen Anlagen angesiedelt werden könnten. Dabei werden zahlreiche wissenschaftliche Kriterien, Kriterien der Industrie, umweltrelevante und volkswirtschaftliche Kriterien berücksichtigt.

Lage des unterirdischen Tiefenlagers Cigéo

Im Rahmen der Untersuchung der Ansiedlung der unterirdischen Anlage hat die Andra der Regierung 2009 einen unterirdischen Bereich über 30 km² (unter dem Namen ZIRA: zone d’intérêt pour la reconnaissance approfondie (relevanter Bereich für tiefergehende Erkundung)) vorgeschlagen, der innerhalb des 2005 ausgewiesenen 250 km²-Bereichs liegt, auf den die Ergebnisse des unterirdischen Labors übertragen werden können.

Karte des Bereichs des unterirdischen geologischen Tiefenlagers Cigéo. © AndraKarte des Bereichs des unterirdischen geologischen Tiefenlagers Cigéo. © Andra. © Andra In technischer Hinsicht wurden Kriterien der Sicherheit und der Gesteinsformationen (Schichtdicke, Tiefe, …) berücksichtigt. Kriterien in Verbindung mit Raumordnung und lokaler Eingliederung wurden ebenfalls berücksichtigt (Vereinbarkeit mit Einrichtung des Zugangs angrenzend an das Meuse/Haute Meuse Gebiet und mit potenzieller Anlage der Zugangsschächte in einem Waldbereich, Vermeidung der Anlage unter bebauten Dorfgebieten...)..

Der von der Andra vorgeschlagene Bereich in einigen Kilometern Entfernung vom unterirdischen Labor wurde von der Regierung nach Stellungnahme der Aufsichtsbehörde für nukleare Sicherheit (Autorité de sûreté nucléaire (ASN)), der nationalen Beurteilungskommission (Commission nationale d’évaluation (CNE)) und Befragung der Volksvertreter und des örtlichen Ausschusses für Information und Überwachung des Labors (Comité local d’information et de suivi du Laboratoire (Clis)) bestätigt.

Anschließend hat die Andra neue geologische Untersuchungen eingeleitet, deren Ergebnisse bestätigt haben, dass die Tonschicht in diesem Bereich die Einrichtung einer Lagerung in tiefen Gesteinsschichten begünstigt.

Sofern das geologische Tiefenlager Cigéo die Genehmigung erhält, wird das Endlager in diesem Bereich eingerichtet. Die genaue Lage der Anlagen innerhalb der ZIRA wird im Zusammenhang mit der industriellen Konzeption des geologischen Tiefenlagers untersucht und in der öffentlichen Anhörung vorgestellt.

Lage oberirdischer Anlagen für das Endlager Cigéo

Karte der potenziellen StandorteKarte der potenziellen Standorte. © Andra Für die Niederlassung der oberirdischen Anlagen des Endlagers Cigéo hat die Andra mehrere Bereiche ausgewiesen. Diese berücksichtigen insbesondere einschränkende Aspekte wie Auengebiete, Stadtgebiete, Naturschutzgebiete, Überflugsgebiete...

Die lokalen Volksvertreter haben die Andra aufgefordert, die Lage der Zugänge zu den Lagern in einem departementsübergreifenden Gebiet im Departement Haute-Marne, angrenzend an das Departement Meuse zu untersuchen. Dieser Bereich liegt um das unterirdische Labor in Bereich der Departementsstraße. Sollte man sich für diese Option entscheiden, kann das Gebiet über eine Bahnlinie erschlossen werden (die alte Schienentrasse zwischen Gondrecourt-le-Château und Joinville verläuft in der Nähe).

Für die Schachtanlage sind mehrere Szenarien untersucht worden, wobei einer Einrichtung in einem Waldgebiet der Vorzug gegeben wird, um die landwirtschaftlichen Nutzflächen weitgehend zu erhalten. Laut eines ersten Szenarios werden die Anlagen im Wald von Montiers-sur-Saulx errichtet. In technischer Hinsicht liegt dieser Bereich versetzt im Verhältnis zur ZIRA, was für die spätere Ausbreitung der unterirdischen Anlage zu Einschränkungen führt. Die Anlagen der Szenarien 2 und 3 liegen im mittleren Bereich der ZIRA im Wald des Ormançon-Tals (für das Szenario 2 wurde auch eine Einrichtung am Waldrand untersucht). Diese Szenarien begünstigen eher die Ausbreitung der unterirdischen Anlage, wobei für das Szenario 3 eine Verlängerung der Zugänge erforderlich wäre.

Am 4. Februar 2013 hat der Verbindungsausschuss auf hoher Ebene den von der Andra vorgeschlagenen Zugang und die beiden für die Schachtanlagen (Szenarien 2 und 3) zu vertiefenden Optionen genehmigt.

Kommentare

  • Anaïs G.

    petite erreur de frappe

    Bonjour,

    (Il n'est pas nécessaire de publier mon commentaire)

    J'ai noté une toute petite erreur dans la version anglaise du site de cette section. Il est écrit "inbabited areas" au lieu de "inhabited areas".

    Ce site internet est très intéressant et l'ANDRA fait vraiment du bon travail!

    Merci
    Bonne continuation